INNENRAUM · BESTAND · WEITERENTWICKLUNG
Umbau einer
Etagenwohnung
Die Etagenwohnung wurde für ein Paar konzipiert, das seinen großzügigen Wohnsitz außerhalb der Stadt gegen eine komfortable, altersgerechte Wohnung in gehobener Kölner Wohnlage eintauschte. Ziel war es, vertraute Wohnqualitäten – Großzügigkeit, Materialität und eine eher klassische Raumwirkung – in einen kompakteren, zeitgemäß organisierten Grundriss zu übertragen. Neue Öffnungen schaffen eine zusammenhängende Raumfolge; Bestandsparkett, profilierte Übergänge und präzise Einbauten verbinden vorhandene Qualitäten mit einer zurückhaltenden Material- und Lichtgestaltung.
BESTAND · NEUORDNUNG
Neue Raumbeziehungen innerhalb des Bestands.
Die Wohnung wurde räumlich neu geordnet und technisch modernisiert. Neue Öffnungen und angepasste Übergänge verbinden die vorhandenen Räume stärker miteinander und schaffen eine klarere, zusammenhängende Raumfolge.
Küche, Bad, Lichtführung und Oberflächen wurden nicht als Einzelmaßnahmen betrachtet, sondern als Teile eines gemeinsamen innenräumlichen Konzepts.
GRUNDRISS · EINGRIFF
Die räumliche Idee wird im Grundriss präzise.
Der Plan zeigt die Neuordnung des Bestands, die Abbruchbereiche und die neu herzustellenden Wände. Für die Veröffentlichung wurde die Darstellung anonymisiert.
UMBAU · AUSFÜHRUNG
Öffnen. Ordnen. Präzisieren.
Die räumliche Neuordnung entstand durch gezielte Eingriffe in den Bestand. Wandöffnungen, technische Installationen und die Ausbildung der indirekten Lichtführung wurden während der Ausführung aufeinander abgestimmt und bis in die Anschlüsse weiterentwickelt.



MATERIAL · LICHT · BESTAND
Vorhandenes erhalten, Neues präzise ergänzen.
Das vorhandene Massivparkett wurde erhalten, abgeschliffen und anschließend dunkel geölt. Der ursprüngliche Fischgrätverband bleibt damit als prägendes Element des Bestands sichtbar und bildet einen Ausgangspunkt für die weitere Materialgestaltung.
Indirekte Lichtführung, profilierte Übergänge und abgestimmte Oberflächen ergänzen die neue Raumstruktur. Auch die Badoberflächen wurden nicht isoliert ausgewählt, sondern über Bemusterung, Format, Zuschnitt und Verlegebild bis in die Ausführung entwickelt.



BAD · MATERIALKONZEPT
Ein Motiv des Bestands wird weitergeführt.
Der aufgearbeitete Bestandsparkettboden im Fischgrätverband bleibt ein prägendes Element der Wohnung. Im Bad wird dieses Verlegemotiv bewusst weitergeführt und in eine neue Materialität übersetzt. Hierfür wurden aus den großformatigen Feinsteinzeugplatten schmale Riegelformate zugeschnitten und als Fischgrätverband verlegt.
So entsteht eine gestalterische Kontinuität zwischen vorhandenem Bestand und den neu eingefügten Innenräumen. Großformatige Wandflächen, präzise Metallprofile und eine zurückhaltende Lichtführung bilden dazu den ruhigen Gegenpol. Die Badplanung wird damit Teil des übergeordneten Innenraumkonzepts – bis in Fuge, Zuschnitt und Anschluss. Neben Materialität und Licht wurden auch Komfort und eine langfristig angenehme Nutzbarkeit in die Detailplanung einbezogen.
DETAILPLANUNG
Übergänge, Licht und Profilierung.
Indirekte Lichtführung, umlaufende Profile und präzise Anschlüsse führen die Gestaltung bis in die baulichen Details fort. Gerade diese Übergänge bestimmen die ruhige Wirkung des fertigen Innenraums.


Entwurfsvarianten +
Untersuchte Varianten vor Festlegung der Ausführungsplanung.



ERGEBNIS
Eine zusammenhängende Raumfolge statt einzelner Maßnahmen.
Im Ergebnis treten Grundriss, Material, Licht und Einbauten nicht getrennt voneinander auf. Vom aufgearbeiteten Fischgrätparkett bis zur Weiterführung des Verlegemotivs im Bad werden vorhandene Qualitäten aufgenommen, präzisiert und in eine neue Materialwelt übersetzt.



Umbau im Bestand bedeutet nicht, möglichst viel zu verändern – sondern die richtigen Eingriffe präzise zu setzen.
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